
Die wohl nächstälteste Spielart ist
der Langhaardackel (rot, schwarzrot), der aus dem Kurzhaardackel und eingekreuzten
langhaarigen Stöberhunden, auch Spaniels, entstand.
Die aktuell häufigste Haarart, der "Allerweltsdackel"
Rauhhaar (hpts. saufarben, aber auch schwarzrot oder dürrlaubfarben)
entstand auch aus dem Kurzhaar und einigen Terrier- und Schnauzerrassen,
hier v.a. der englische Dandie-Dinmont-Terrier.
Zusätzlich gibt es manchmal beim Kurzhaar und Langhaar die Haarvariante "Tigerdackel" (gescheckt-schwarz-silber). Zum üblichen Normalschlag (mit rund 6- 10kg Körpergewicht) kommen noch die beiden Varianten Zwergdackel (unter 35 cm Brustumfang) und Kaninchenteckel (unter 30 cm Brustumfang).
Die Verteilung der drei Haararten zeigt die Eintragung ins Stammbuch 1997:
Von insgesamt 10588 Welpen wurden eingetragen:
688 Kurzhaar-
7935 Rauhaar- und
1965 Langhaardackel
Frühere Jahre konnten noch mit erheblich höheren Welpenzahlen glänzen, bis zu ca. 17500 pro Jahr.
Ursprünglich waren alle drei Haararten des Dackels reine Jagdhunde, mit den Einsatzschwerpunkten:
Um auch dem jagdlich nicht interessierten Hundeführer die Möglichkeit zu geben, mit seinem Hund zu arbeiten, werden seit einigen Jahren wie auch bei anderen Rassen sog. Agility- Veranstaltungen sowie die Begleithundeprüfung angeboten.
Von der Zuchtverbandsseite wird der Dackel unter dem Schirm des VDH schon immer von einem bundesweit agierenden Dachverband und den entsprechenden Landesverbänden betreut:
1888 wurde in Berlin der Deutsche Teckelklub e.V. gegründet (aktuell ca. 27000 Mitglieder),
1893 der Dachshundklub München, der als Bayerischer Dachshundklub e.V bis heute einen der größten Landesverbände mit ca. 1800 Mitgliedern darstellt. Hier betreuen regional 13 Sektionen die Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Freunde im ganzen südbayerischen Raum.
In Anbetracht des oben erläuterten Rasseportraits sollte sich jeder, der überlegt, Dackelbesitzer werden zu wollen, mit dem tiefverwurzelten jagdlichen Hintergrund dieser Rasse vertraut machen und bedenken, daß viele Jahrzehnte harter Einsatz (v.a. im Bereich Baujagd auf Fuchs und Dachs) einen sehr selbständigen, charakterfesten Hund geformt haben, was ihn manchmal als etwas eigensinnigen Waid- und Zeitgenossen erscheinen läßt. Nimmt man diese Eigenschaften aber an und nutzt sie positiv, so wird man sicher mit seinem "Waldi" viele freudige Jahre teilen dürfen.
Jürgen Völkl
(1. Vorsitzender der Sektion Straubing)
Rasseportrait als Download (pdf).
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